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Frühburgunder Barrique 2006 -Maibachfarm

fruburgBild 4Die Maibachfarm, nahe Ahrweiler, liegt in einem idyllischen Seitental oberhalb des Klosters Kalvarienberg. Es handelt sich hierbei um einen sehr umfangreichen Betrieb. Neben landwirtschaftlichen Flächen, bepflanzt mit Salat, Kräutern, Obst, Gemüse und vielem anderem umfasst die Maibachfarm 15 Hektar Weinberge. Weinberge in den besten Weinbergslagen des Ahrtals. Auf dieses Weingut bin ich durch eine Verkostung in Ellen Faupels Bioweinlager gekommen.  Besonders der Frühburgunder stach durch eine enorme Komplexität und Feinheit hervor.

Kleiner Exkurs::

Der Frühburgunder ist eine eigenständige Rebsorte, die durch natürliche Mutation aus dem Spätburgunder entstand. Er unterscheidet sich zunächst durch die frühere Reife (ca. zwei Wochen früher als der Spätburgunder), daher auch die Namensgebung. Dadurch ist der Frühburgunder so gut wie nie von Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea) befallen, der beim Spätburgunder die Farbe negativ beeinflussen kann. Die Beeren des Frühburgunders sind kleiner als die des Spätburgunders. Viele Geschmacksstoffe sitzen in der Schale der Weinbeeren. Da bei kleineren Beeren das Verhältnis von Schale zum Rest der Beere größer und der Ertrag außerdem dadurch niedriger ist, bringt der Frühburgunder nicht selten samtigere und gehaltvollere Weine als sein Bruder hervor. (Wikipedia)

Da 2006 ein wirklich hervorragendes Jahr an Ahr war, konnte man einiges erwarten. In der Nase spürt man sofort die typische Ahr Pinot Note, eine besonders fruchtige mineralische Note, den ich so nur von den Ahr Burgundern kenne. Schwarze Kirschen und etwas Cassis gepaart mit einer dezenten Holznote drängen sich an der gekrümmten Nasenscheidewand vorbei. Schon beim ersten Schluck präsentiert sich ein enorm komplexer Pinot der samtweich die Kehle hinunterläuft.  Im Vergleich zu seinem reinrassigen Pinot Noir Nebenbuhler aus dem gleichen Jahr ist der Frühburgunder deutlich zugänglicher. Im Abgang enorm lang mit einer für meinen Geschmack zu intensiven Holznote. Hier wäre weniger mehr gewesen. Trotzdem ein sehr eleganter Pinot den man Freunden sehr weicher intensiver Pinots empfehlen kann. Ich würde ihm 88 Punkte geben – da er durch zuviel Holz etwas verliert.