Artikel-Schlagworte: „Radrennen“
Dopingbekämpfung im Deutschen Radsport
Jeder halbwegs Radsport interessierte Bürger denkt sicherlich, dass die Dopingbekämpfung in Deutschland auf dem höchsten Niveau seit Jahren ist. Das dies nicht so ist, zeigte sich kürzlich bei der Mainfrankentour in Schweinfurt. Der BDR ( Bund Deutscher Radfahrer ) steckt seit geraumer Zeit in einer Finanzkrise und kann aus diesem Grund keine umfangreichen Dopingkontrollen auf Radrennen in Deutschland finanzieren, hierfür muss der Veranstalter selbst aufkommen.
Da sich mittlerweile viele Sponsoren aus dem Radsport zurückgezogen haben, sollen Fördervereine dafür sorgen, dass die Kosten der Kontrollen bezahlt werden. Dies bedeutet im Klartext der Tagessieger, der Gesamtführende und ein geloster Fahrer. Stellt man sich so die Dopingbekämpfung vor ? Sicher nicht.
Dies ermöglicht meiner Meinung nach systematisches Doping schon im U23 Bereich. Ich wünsche mir sehr, dass die Sportlichen Leiter der jungen Fahrer verantwortungsbewußt mit ihren Schützlingen umgehen und sie nicht hier schon ans systematische Dopen heranführen. Es sollte schon auf Amateurebene schärfer kontrolliert werden und zwar nicht nur mit Verbandsmitteln, die sowieso knapp sind, sondern mit Staatsmitteln. Das bedeutet wer des vorsätzlichen Dopings überführt wird, gehört nicht nur gesperrt sondern auf strafrechtlich verfolgt. Mal ehrlich! Es kann doch nicht sein, dass Fördervereine sicherstellen müssen, dass Dopingtests auf Radrennen in Deutschland bezahlt werden können.