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Pinot Day

Das erste Sport und Wein Projekt Pinot Day ist zuende. Die Resonanzen der Teilnehmer und Sponsoren waren wirklich durchweg so Klasse, das wir auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder einen Pinot Day durchführen werden. Der Termin steht schon fest, es wird der 05.06.2010 sein. Aktuelle Berichte, Fotos und Videos sehen auf der Seite pinot-day.de .

Interview mit Alois Lageder

lagederDas Highlight aus weintechnischer Sicht war sicherlich das Interview mit Alois Lageder, einem Vorreiter des biodynamischen Weinbaus in Südtirol. Bekannt geworden ist das Weingut Lageder aber mit seinen hervorragenden Weinen allen vorran dem Löwengang Chardonnay der in den letzten 20 Jahren auf keiner Weinkarte der besten Restaurants der Welt fehlen durfte.
Die Lageders waren ursprünglich Wagenbauer die ihre Produkte in ganz Südtirol anboten und auf ihren Reisen nicht selten Wein transportierten. So wurden aus Wagnern Weinhändler, die nun in 5. Generation selbst Weine keltern. Insgesamt ist das  Niveau der Südtiroler Weine und der Winzer in den letzten Jahren enorm gestiegen und so wuchs die Konkurrenz in der unmittelbaren Nachbarschaft stark an. Lageder schlug neue Wege in Richtung Biodynamik ein und strukturierte in diesem Zuge sein Weingut komplett um.

1. Vertikalbauweise – schonendere Trauben- und Mostbehandlung durch die Vermeidung von Pumpenanlagen
2. Verzicht auf chemische Spritzmittel zur Schädlingsbekämpfung
3. Einsatz erneuerbarer Energien
4. Musikbeschallung zur Veränderung der Mikrostruktur der Weine (Testphase)

Alois Lagerder ist ein Mann mit Austrahlung, wie man sie von Bergsteigern oder Hochleistungssportlern kennt. Diese Aura ist im gesamten Betreib spürbar, egal ob man sich im Verwaltungstrakt befindet oder im Weinkeller. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt und wäre gerne länger geblieben, um noch mehr  über seine Weinphilisophie zu erfahren. Ich bin mir sicher, das man in Zukunft wieder mehr vom Weingut Lageder sprechen wird. Sehr gespannt bin ich auf Lageders neue Weine, die rein biodynamisch hergestellt und Demeter zertifiziert wurden.

Das Interview:

SW:  Welchen Stellenwert hat biodynamischer Weinbau in Südtriol?

A.Lageder:  Bisher arbeiten neben dem Weingut Lageder nur wenige Betriebe biodynamisch. Das Weingut Manincor ist seit 2007 ebenfalls komplett zertifiziert und bringt nun die ersten Weine auf den internationalen Weinmarkt.

SW: Bisher habe ich noch keinen richtig guten Pinot Noir aus Südtriol getrunken. Südtirol gilt nicht als Spitzengebiet für Pinot Noir. Wie sehen Sie das?

A.Lageder: Da muss ich ihnen wiedersprechen. Südtirol bringt hervorragende Pinots hervor und ist in Italien der Spitzenreiter. Unser Pinot Noir Krafuss ist ein international anerkannter Spitzenburgunder, der sich nicht verstecken muss.

SW: Welchen Stellenwert hat Pinot Noir in ihrem Weingut?

A. Lageder: An erster Stelle kommen sicherlich die Hauptsorten Chardonnay, Weißburgunder, Cabernet und Vernatsch, gleich danach kommt aber schon der Blauburgunder (Pinot Noir).

SW: Wie gute stehen ihre Flagshipweine im internationalen Vergleich dar?

A. Lageder: Unsere Wein haben internationales Niveau. An erster Stelle steht sicherlich der Löwengang Chardonnay, der immer wieder auf internationalen Weinkarten zu finden ist. An zweiter Stelle rangieren der COR und der Löwengang Cabernet. An dritter Stelle steht momentan der Pinot Krafuss, der in Italien sehr gut ankommt. An vierter Stelle der Lagrein und an fünfter die Weißweincuvee Tannhammer aus den Weinbergen Terlans.

SW: Wie werden ihre Weine in Deutschland angenommen?

A.Lageder: Viele Jahre war Deutschland der wichtigste Abnehmer unsere Weine. Besonders in den 80er Jahren waren wir mit dem Löwengang sehr erfolgreich. Dies hat sich in den letzten Jahren stark verändert, sicherlich hat dies damit zu tun, dass in Deutschland wieder mehr deutsche Weine, welche ich sehr schätze, getrunken werden.

SW: Wieviel Prozent macht der Deutsche Markt aus?

A.Lageder: Wir exportieren 18 % nach Deutschland , 25% in die USA und 30% bleiben in Italien

SW: Machen Sie Experimente mit exotischen Rebsorten, oder arbeiten Sie nach dem Prinzip “back to the roots” Gutes verbessern?

A.Lageder: Wir fossieren schon seit 1985 beide Seiten und sind ständig auf der Suche nach besseren Lagen. Dem Klimawandel tragen wir natürlich Rechnung, denn der ist auch in Südtirol angekommen. Vor Jahren gab es in Margreid noch hervorragenden Riesling, dies ist nun so nicht mehr möglich. Vom Syrah, den wir viele Jahr stark fossierten, sind wir praktisch abgekommen, da die Traube schlichtweg zu empfindlich ist.

SW: Welcher ist ihr persönlicher Lieblingswein?

A. Lageder: Nun das wechselt öfters aber es geht nichts über einen hochklassigen Pinot Noir aus dem Burgund. Hier werde ich regelmäßig schwach und entdecke immer wieder neue Weine. Die Aromavielfalt des Burgunds ist phänomenal.

SW: Wie sehen Sie die Entwicklung der deutschen Weine und welchen Stellenwert haben Sie in Südtirol?

A.Lageder: Ich schätze den deutschen Riesling sehr hoch ein und begrüße das Bestreben der Winzer zur alten Stärke zurückzukehren. In Italien sind es aber eher die Weinkenner, die deutsche Weine genießen. Hier steht wiederum der Riesling ganz weit oben.

SW: Herr Lageder, treiben Sie Sport und  wenn ja welchen Stellenwert hat er in Ihrem Leben?

A. Lageder: Leider habe ich für Sport nur noch sehr wenig Zeit, was ich sehr bedauere. Wenn ich Zeit habe genieße ich die Südtiroler Berge mit einer ausgiebigen Skitour. Früher bin ich ganz regelmäßig Rennrad gefahren wie sehr viele dies in dieser Gegend tuen. Radsport und hier besonders der Straßenradsport faszinieren mich immer noch.

SW: Wie finden Sie die  Verbindung von Sport und Wein?

A. Lageder: Aus meiner Sicht spricht in Maßen sicherlich nichts dagegen. Alles was zuviel ist, schadet unserer Gesundheit, das ist mit dem Sport wie mit dem Wein.

SW: Ich bedanke mich ganz herzlich für das Interview Herr Lageder!

A.Lageder: Ich wünsche ihnen noch viel Erfolg bei ihren Vorhaben, Alles Gute.

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Margreid, den 16.04.2009

Dopingbekämpfung im Deutschen Radsport

Jeder halbwegs Radsport interessierte Bürger denkt sicherlich, dass die Dopingbekämpfung in Deutschland auf dem höchsten Niveau seit Jahren ist. Das dies nicht so ist, zeigte sich kürzlich bei der Mainfrankentour in Schweinfurt. Der BDR ( Bund Deutscher Radfahrer ) steckt seit geraumer Zeit in einer Finanzkrise und kann aus diesem Grund keine umfangreichen Dopingkontrollen auf Radrennen in Deutschland finanzieren, hierfür muss der Veranstalter selbst aufkommen.

Da sich mittlerweile viele Sponsoren aus dem Radsport zurückgezogen haben, sollen Fördervereine dafür sorgen, dass die Kosten der Kontrollen bezahlt werden. Dies bedeutet im Klartext der Tagessieger, der Gesamtführende und ein geloster Fahrer. Stellt man  sich so die Dopingbekämpfung vor ? Sicher nicht.

Dies ermöglicht meiner Meinung nach  systematisches Doping schon im U23 Bereich. Ich wünsche mir sehr, dass die Sportlichen Leiter der jungen Fahrer verantwortungsbewußt mit ihren Schützlingen umgehen und sie nicht hier schon ans systematische Dopen heranführen. Es sollte  schon auf Amateurebene schärfer kontrolliert werden  und zwar nicht nur mit Verbandsmitteln, die sowieso knapp sind, sondern mit Staatsmitteln. Das bedeutet wer des vorsätzlichen Dopings überführt wird, gehört nicht nur gesperrt sondern auf strafrechtlich verfolgt. Mal ehrlich! Es kann doch nicht sein, dass Fördervereine sicherstellen müssen, dass Dopingtests auf  Radrennen in Deutschland bezahlt werden können.

Erfahrungen mit Sport und Wein – Update!

Ahr (1 von 1)Als Mensch der seinen Körper sehr gut zu kennen glaubte, war es für mich immer wichtig gesund zu Leben. Gesund Leben was heißt das eigentlich ? Für mich heißt gesund Leben inzwischen sich insgesamt wohl zu Fühlen, in seinem Umfeld, mit seinen Freunden und der Familie.

Wenn man permanent das Gefühl hat, etwas beweisen zu müssen, dann macht das eher krank, auch wenn man jeden Tag laufen geht, abstinent lebt und nur gesunde Lebensmittel zu sich nimmt. Wer seinen Körper durch Sport des öfteren an seine Grenzen bringt wird sehr sensibel in Sachen Gesundheit, da der kleinste Windhauch mit verschwitztem Radshirt schon einen Schnupfen bringen kann. An dieser Grenze, an der man mit Recht sagt ” ist das noch Gesund? ” bewegen sich alle Hochleistungssportler permanent. Doch wer glaubt, dass deswegen alle Hochleistungssportler abstinent Leben der täuscht sich. Auf Dauer hält man dass einfach nicht durch, denn etwas Genuß muss einfach sein. So kam es vor, dass ich nach einer Diskonacht mit einigen Weizenbierchen, erstaunlich gute Rennen fuhr. Sicherlich ist das nicht immer zur Nachahmung empfohlen aber ich war einfach lockerer und setzte mich nicht so unter Druck.Nun die Zeit des Leistunsgsports ist vorbei und ein neuer nicht minder schöner Lebensabschnitt hat begonnen. Trotzdem ertappe ich mich immer wieder dabei mal zu sehen was körperlich noch so möglich ist und muss feststellen, so schlecht geht es gar nicht besonders die längeren Strecken scheinen mir noch zu liegen. Was aber eine Quälerei ist sind schnelle, du kannst es noch Läufe und da bin ich beim Punkt:

Schneller hastiger Sport, der den Körper dazu bringt die weiße Fahne zu wedeln passt nicht mehr zum Wein.

1. Man schmeckt den Alkohol viel deutlicher und nur Weine mit einem ausgeprägten Primaaroma haben noch eine Chance. ( Neue Welt Bomben mit Marmeladenaroma )

2. Die Regeneration leidet – der Tag danach in von starker Müdigkeit geprägt

deswegen:

Lockerer Ausdauersport, den man so genießt, wie eine schöne fruchtige Pinot Noir Geschmacksexplosion. Sekundäraromen haben wieder eine Chance, wenn denn welche vorhanden sind. Man achtet eher auf die Aromen und weniger darauf ob im Kopf der Alkohol schon angekommen ist, das geht mit Bier viel besser.

Sport und Wein das ist dann fein, wenn man es nicht übertreibt. Moderater Ausdauersport 3-4 mal pro Woche passt ideal zum moderaten Weingenuß und da dürfen es dann ruhig die richtig guten Weine sein:


Denn “    Life ist to short to drink bad wine   “

Update 23.09.09

Sport und Wein ist verboten, wenn man Pfeifferisches Drüsenfieber hat. Die Sport und Wein Sperre kann bis zu einem Jahr dauern, was dazu führen kann, dass man sich in Zukunft mit Golf und Wasser beschäftigen muss. Das ist aber nicht so schlimm ;-) .